Gemeinschaftspraxis

Die 20.000 Gemeinschaftspraxen in Deutschland sind die häufigste Form der sogenannten „Berufsausübungsgemeinschaften“ (BAG). In einer BAG schließen sich mehrere Ärzte und/oder Psychotherapeuten mit dem Ziel zusammen, gemeinsam Patienten zu behandeln.

Die Partner einer BAG bilden wirtschaftlich sowie organisatorisch eine Einheit. Sie führen eine gemeinsame Patientenkartei, rechnen über eine gemeinsame Abrechnungsnummer ab, haften gemeinsam und treten nach außen als eine Praxis auf. Sie arbeiten aber weiterhin eigenverantwortlich und medizinisch unabhängig.

Eine Gemeinschaftspraxis kann von fachgleichen Ärzten als auch von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen gegründet werden, wenn sich die Fachgebiete in sinnvoller Weise für die gemeinsame Ausübung der vertragsärztlichen Tätigkeit eignen, zum Beispiel ein Hausarzt und ein Dermatologe oder ein Orthopäde und ein Chirurg.

Wesentliche Merkmale:

  • Zusammenschluss von Ärzten derselben oder unterschiedlicher Fachrichtungen
  • gemeinsame Abrechnung
  • gemeinsamer Patientenstamm
  • gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten, Personal, Geräte etc.
  • Eine Genehmigung der Gemeinschaftspraxis durch den ist Zulassungsausschuss erforderlich.

(Text: Kassenärztliche Bundesvereingiung)