Job-Sharing

Eine besondere Form der Gemeinschaftspraxis ist die Job-Sharing-Praxis: In einem eigentlich für Neuzulassungen gesperrten Planungsbereich können Ärzte und Psychotherapeuten nämlich eine beschränkte Zulassung erhalten, wenn sie als Job-Sharing-Partner eine Kooperation mit einem bereits zugelassenen Kollegen derselben Fachrichtung eingehen.

Diese Form der Gemeinschaftspraxis ist vor allem dann interessant, wenn beide Partner ihren Arbeitseinsatz zeitlich flexibler festlegen wollen. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass das Leistungsvolumen der bisherigen Praxis nicht wesentlich ausgeweitet werden darf.

Geht es um die Praxisnachfolge, wird bei der Auswahl der hinzugekommene Partner vorrangig berücksichtigt. Spätestens nach zehn Jahren der Zusammenarbeit – oder wenn die Zulassungsbeschränkungen enden – erhält der Partner eine Vollzulassung.

Wesentliche Merkmale:

  • Zusammenschluss von Ärzten derselben Fachrichtung
  • gemeinsame Abrechnung
  • gemeinsame Behandlung von Patienten
  • gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten, Geräten, Personal etc.
  • beschränkte Zulassung, Leistungsausweitung ist begrenzt
  • Der Zulassungsausschuss muss eine beschränkte Zulassung erteilen.

(Text: Kassenärztliche Bundesvereingiung)